{"id":221,"date":"2013-07-19T13:02:45","date_gmt":"2013-07-19T10:02:45","guid":{"rendered":"http:\/\/nikaderungs.com\/nikaderungs.com\/no-2-new-orleans-1-mai-1833\/"},"modified":"2019-05-20T15:40:06","modified_gmt":"2019-05-20T13:40:06","slug":"no-2-new-orleans-1-mai-1833","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nikaderungs.com\/el\/no-2-new-orleans-1-mai-1833\/","title":{"rendered":"no 2 New Orleans 1.Mai 1833"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">no. 2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 New Orleans\u00a0 1.Mai 1833<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wertest Eltern &#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Endlich &#8212;\u00a0\u00a0 meinen Lieben .. Nachricht .. Ankunft &#8230; mitteilen.\u00a0\u00a0 &#8230;dem wir vom 4. M\u00e4rz in Havre abgereist sind, fuhren wir mit g\u00fcnstigem Wind bis zur Insel Madeira<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Cap St. Antonio bis zum Ausfluss des Mississipi in dessen N\u00e4he wir.den 24. April anlaufen. Osrtwind, starke &#8230;liche Str\u00f6mung und ungeschickte m&#8230; unseres Kapit\u00e4ns trieben uns in die westliche Bay Ba&#8230; in der wir lange herum irrten bevor wir in der Nacht vom 5. \u2013 6. Mai vor dem s\u00fcdwestlichen Arme des Mississipi vor Anker gehen konnten Wir hatten im Ganzen sehr g\u00fcnstiges Wetter, im Anfang zwar etwas kalt, sp\u00e4terzuweilen warm, doch niemals dr\u00fcckende Hitze, auch niemals st\u00fcrmisch, &#8230; dass wir ins &#8230; \u00fcber die lange Dauer der Fahrt nicht aber \u00fcber die Witterungzu klagen haben. das Seeleben im ganzen ist nicht angenehm, aber doch sehr ertr\u00e4glich und manchen Unannehmlichkeiten kan man durch Vorsicht vorbeugen. Wenn man nicht mit einem Paketboot reist und irgend eine Wahl offen steht, so hat man sich vor Allem eins nach den Eigenschaften des Kapit\u00e4ns umzusehen, den von dessen Charakter h\u00e4ngt Vires ab, das zu Bequemlichkeit oder zum Aerger der Passagiere Anlass gibt. Das ist wichtig zu kennen, ob der kapit\u00e4n ein wirklicher Seemann ist oder nicht. Da wie es scheint, sehr oft Personen mit diesem Amte bekleidet werden, die durchaus nichts von dessen Pflichten verstehen, eine Art. Ersparnisse zu Erzielen auf Kosten der Assekuranzen. Besser ist es auch dem Wein u. geistiger Getr\u00e4nke sich nicht vom Kapit\u00e4n liefern zu lassen, u. wenn dies nicht Misslich w\u00e4re, doch wenigsten etwas zur Erfrischung in den Zwischenstunden mit sich zu nehmen, ebenso etwas d\u00fcrres Obst, Zucker etc., was so zur Erfrischung dienen mag, dann wenn man als Pssagier schon hierauf Anspr\u00fcche machen kann, so sins die kapit\u00e4ns doch sehr intrssiert und oft schlecht versehen. Viele Unannehmlichlleiten fallen auf den paketbooten weg, weil dort besser f\u00fcr Passagiere eingerichtet und seinen geregelten Gang hat wie in einem Wirtshause. Da das Seewasser nicht gut ist zum reinigen des K\u00f6rpers, der Kleider, weil es dieSeife nicht aufl\u00f6st zu diesem Zwecke aber nur gesalzenes Wasser gelierfert wird, so w\u00fcrdeein eigenes Fass s\u00fcsses Wasser eine grosse Annehmlichkeit sein, auch f\u00fcr solche die in der Kajute reisen. Die gr\u00f6sste Unannehmlichkeit ist die Seekrankheit von der ich zwar nur wenige Stunden litt, die aber bei einigen Personen mehrere Tage anh\u00e4lt und bei jedem heftigen Wind weiderkehrt was \u00fcbrigens nicht gew\u00f6hnlich ist. Neben diesem Uebel findet man man .einen Mangel\u00a0\u00a0 einer grossen Zahl gewohnter Bequemlichkeiten an deren Entbehrung man sich aber wohl fr\u00fch gew\u00f6hnen muss, da die meisten dem Ansiedler in den ersten Jahren ebenfalls fehlen werden. Die Annehmlichkeiten beschr\u00e4nken sich auf &#8230; Farbenspiel am Himmel und im Wasser, Einige Naturerscheinungen, Fische, V\u00f6gel u. Insekten, doch lernt man hier die Sch\u00f6nheiten der Natur im Einzelnen bewundern , u. Manches erfreut, das im gew\u00f6hnlichen Leben unbeachtet geblieben w\u00e4re. Die Zeit scheint auch nicht sop lang a\u00f6s ,am sich vorstellt, gute Gesellschaft u. gute B\u00fccher k\u00f6nnen jede Stunde angenehm ausf\u00fcllen. Die Einf\u00f6rmigkeit des Seelebens wird &#8230; durch irgend ein Ereigniss oder einer Erscheinung unterbrochen. Was den Aufenthalt im Zwischendeck betrift so hat diese Reise meine Abneigung dagegen noch verst\u00e4rkt, u. nur wer die Kosten der Reise in der Kaj\u00fcte sich zu bestreiten vermag, soll sich dort engagieren. Es ist das Leben einer Kaserne u. noch \u00e4rger, Der ewige L\u00e4rm , Geschrei so vieler Personen in einem einzigen Raum, die Unannehmlichkeit dieses Reiselebens in Beziehung auf Entkleien u. Schlafengehen, die Rohheit u. Unsittlichkeit welche nur zu oft in diesen Zwischenr\u00e4umen herrscht , kurz eine Menge Dinge sind der Art, dass ich f\u00fcr meine Person w\u00e4hrend dieser Reise jeden Tag mehr erfreut war, durch die Wohlfeilheit nicht verleitet worden zu sein, diesen Zwischenraum zu meinem Aufenthalt gew\u00e4hl zu haben. Auf unserer Reise hatten die Entre.. -Passagiere \u00fcberdieses mehr als die H\u00e4lfte des Weges faules stinkendes Wasser u. gegen das Ende M\u00e4ngeln an Lebensmitteln, so dass sie nur Wassersuppen kochen konnten. Es ist gew\u00f6hnlich dass sich die Leute ihre Lebensmittel von einem Makler im Havre zu einem bestimmten Preis liefern lassen, u. wenn sie den glatten Worten dieser gewissenloser Menschen Glauben schenken, u. die Lieferungen nicht genau nach Qualit\u00e4t und Gewicht inspizieren, so werden sie in Beiden Betrogen. Die M\u00e4kler liefern dem Kapit\u00e4n ebenfalls das Wasser Salz , welche dieser nach dem Akord zu geben hat, u. da ist ihnen die geringe M\u00fcher zu viel, die Wasserf\u00e4sser vor dem F\u00fcllen etwas auszusp\u00fchlen, was dann Folgen hat , wie die unsere Mitpassagiere dulden m\u00fcssen. F\u00fcr Landleute u. dergl. sind freilich diese Unannehmlichkeiten im ganzen nicht so f\u00e4hlbar, u. wenn Wasser . Lebensmittel gut sind, leben viele auf demSchiff gewiss besser, als sie zu Hause nie konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den 8. Mai holte uns ein Dampfboot auf der Rhede ab u. brachte uns den Fluss hinauf bis New Orleans, wo wir den folgenden Tag anlangten. Diese Dampfbote Remorqueurs fahren auf flachen schiffen sehr grosse Maschinen , \u00fcber denen noch ein Verdeck ist mit Zimmer f\u00fcr Passagiere. Rings um dad Boot herum ist eine ArtBarriere, an welche die zu remorquirenden Schiffe angebunden werden, u. so marschiert die Maschine den Fluss hinauf, auf jeder Seite mit einem grossen Dreimaster zuweilen diesem her oft noch 2od. 4 kleinere Briggs u. Schoner schleppend. Der Preis hief\u00fcr ist ein Thaler von der Tonne Gehalt, doch kann zuweilen etwas abgemarktet werden. Der erste Anblick des Landes am Ausfluss des MIssissipi ist nicht sehr sch\u00f6n, zuerst sieht man nur Sandb\u00e4nke, sp\u00e4ter etwas gr\u00fcnes Schilf, das aber auch den Seereisenden nicht sch\u00f6n d\u00fcnkt. Das ganze Landzwischen den Ausfl\u00fcssen ist n\u00e4mlich lauter Sumpf , welcher ein grosser Theil des Jahres unter Wasser ist u. wo nur Binse u. R\u00f6hricht gedeihen. Einige .iloten und H\u00fctten sind die einzigen Wohnungen die man hier erblickt. Bld zeiogen sich einige Weidenb\u00fcsche, die aus hergeschwemmten Baumst\u00e4mmen hervorzuschiessen scheinen, dann eine Wasserlilie, u. nach u. nach andere Gestr\u00e4ucher oder verkr\u00fcppelte B\u00e4ume, welche mit dem verschiedenartigsten u. sch\u00e4nstem Gr\u00fcn prangen. Nach dem zusammenfluss &#8230; der Stromein Majest\u00e4tisches Ansehen, die Breite ist zwar nicht so betr\u00e4chtlich als man erwarten sollte, allein die Str\u00f6mung ist stark u. die Tiefe gross. Ueber beide Ufer hinweg sieht man noch eine weite Strecke zu<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">beiden Seiten des offenen Meeres, u. die einbrechende Nacht hinderte uns zu bemerken wo dieser Anblick aufh\u00f6rt Als wir am andern Morgen erwachten war unser Horizont durch einen Baumkranz beschr\u00e4nkt, u. die Windungen des Flusses gaben demselben fast das Ansehen eines kleinen Landsees. Das Dampfschiff f\u00fchrte uns so nahe am Ufer vorbei, dass wir den Karakter des Landes einigermassen bemerken konnten. Dasselbe ist dem Europ\u00e4er doch auffallend. Hinter einem Wall von Flozh\u00f6lzern, die der Fluss an seinen Ufern aufgeh\u00e4uft, dehnte sich das Wasser in die W\u00e4lder hinein, weil der wasserstand gerade hoch war. Das wilde verworren der B\u00e4ume mit stehenden u. umgefallenen B\u00e4umen vermischt , die d\u00fcrrenden (so) gr\u00fcnen mit schwazem herabhangenden Moose bedeckt, unten aus dem Wasser hervor erhebt sich die Wasserpalme auf niedrigem Struk, u.. allerlei Geb\u00fcsch u. Pflanzen u. Blumen . Bald nachher zeigen sich einige zersteute Pflanzzungen, die aber ein \u00e4usserst armes Dastehen haben und noch ganz neu scheinen. je mehr man sich Neu-Orleans, desto mehr nimmt die Kultur zu, bald folg Pflanzung an Pflanzung, sch\u00f6ne Geb\u00e4ude mit kleinen D\u00f6rfchen u.Negerh\u00fctten, aber hier wird auch die Gegend einf\u00f6rmig, die sch\u00f6nen B\u00e4ume und Geb\u00fcsche verschwinden, u. nur im Hintergrund der Pflanzungen bemerkt man die sogenannten Cyprieres, &#8230;&#8230;.die aus den &#8230; od. Mor\u00e4sten aufsteigenden Urw\u00e4lder. Es war Abends \u00bd 8 Uhr als wir in Neu-Orleans ankamen, die Luft war schw\u00fcl obschon es unmittelbar vorher geregnet hatte; der Hafen war voll Schiffe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">die nahe an dem Ufer und der Stadt liegen, u. doch war Alles still wie auf einem KIrchhofe &#8211; der vorangegangene Regen u. die Unsicherheit der Strassen sollen daran Schuld sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Do 10 h fr\u00fch war unser erster Gang zu Hern Nicolet, der mich schon lange erwartet hat denn ein sp\u00e4terer Brief von Rosette war vor mir angekommen u. hatte ihn von meiner Reise benachrichtigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wurden \u00e4usserst freundlich u. zuvorkommend von ihm aufgenommen, u. er spendete beinahe den ganzen Tag f\u00fcr uns verschiedenes Interessantes der Stadt zu zeigen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuerst sahen wir zwei Kattunpressen in denen die Baumwoll-Ballen zur Ladung der Schiffe vermittelst einer Dampfmaschine nochmals gepresst u. auf die H\u00e4lfte ihres fr\u00fcheren Volumens reduziert werden. Die Schiffskapit\u00e4ne be&#8230;n die Ladung hierf\u00fcr um mehr Ladung einnehmen zu k\u00f6nnen. Von dem Dach dierser Geb\u00e4udehallen hatten wir eine sehr sch\u00f6ne Aussicht auf die ganze Stadt, die Umgebung, fluss u. Hafen. Der <span style=\"text-decoration: underline;\">Lac Pontchartrain<\/span>, etwa .\/4 Stunden von N.O. entfernt, ist der allgemeinen Belustigungsort der Bewohner dieser Stadt, mit welchem die Communikation durch eine Eisenbahn ausserordentlich erleichtert ist. Dorthin f\u00fchrte uns H. nicolet zum Mittagessen, u. so kamen wir unerwarteter Weise zu dem Vergn\u00fcgen, die schnellste Reise zu machen die man sich denken kann. In 14 Minuten f\u00fchrte uns der Dampfwagen an den Ort unserer Bestimmung. Der f\u00e4hrt in schnurgerader Linie topfeben zum Ziele und geht mitten durch einen &#8230;, so dass er durchwegs auf Pfeilern \u00fcber dem Wasser ruht. Die Unkosten , erst auf 50\u201900 Dollar berechnet , beliefen sich nachhaer auf 300.000, und doch soll das Unternehmen sehr ertr\u00e4glich sein, weil sich seit Errichtung dieser Eisenbahn ein grosser Verkehr zwischen Mobich und der dortigen Gegend &#8230; etabliert hat. Es ist eine eigene Sache aus einer Stadt von 70 bis 80 000 Einwohner durch Urw\u00e4lder u. ewige S\u00fcmpfe nach einem Vegn\u00fcgungsort zu fahren, dervor letzeen nur das zum Voraus har, das er stattt \u00fcber ausgrotteten W\u00e4ldern \u00fcber den Gew\u00e4ssern eines Salzsees erbaurt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">N.O. im Allgemeinen ist eine unanagenehme stadt. Die Strassen gehen in gerader \u00e9ienie fort, u. durch diejenigen, welche sich Andeinw\u00e4rts wenden , sieht man noch in die Urw\u00e4lder, weenig sc\u00f6ne H\u00e4user u. alles leicht und liederlich gebaut. Obschon man kaum einen Fuss graben kann ohne wasser zu finden, so werden die Backsteinmauern doch keineswegs duch Pfeiler u.Rraste unterst\u00fctzt, so dass das Spalten u. Zusammenfallen der Geb\u00e4ude keine Seltenheit ist. Zu beiden Seiten der Strassen gehn trttoirs, aber dazwischen ist Kkoth, dass oft \u00e8ferd und Wagen stecken bleiben. Wenige Tage Sonnenschein sollen diesen Koth in Staub verwandeln u. dieser muss gewiss noch viel L\u00e4stiger sein. Dass diese Ausd\u00fcnstungen, der unausstehliche Gestank inden Strassen u. die nahe liegenden S\u00fcmpfe in der heissen Jahreszeit<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Krankheiten erzeugen, ist so nat\u00fcrlich, dass man sich wundern m\u00fcsste, wenn es anders w\u00e4re. Das englische Quaartier, das von dem franz\u00f6sischen ganz geschieden ist, sieht zwar etwas reinlicher aus, allein doch noch so, dass zur Belebung des Verkehrs auf \u00f6ffentliche Kosten fiacres unterhalten werden, welche den Wanderer unentgeldlichh von einem ort zum andern f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles ist hier ungemein theuer, sowohls Waaren als Lebensmittel, Land, H\u00e4user und Hauszinse. Eine Gesellschaft hat sich ein Lokal zu einer Art Gesellschafthaus gemietet, welches keine \u00fcberm\u00e4ssige ausdehnung hat u. wof\u00fcr 16 000 Dollars j\u00e4rlich Mietzins bezahlt wird; gw\u00f6hnliche Hauspl\u00e4tze von 10 u. 20 000 Dollaar s sind nicht selten, u. die Kottonpress zahlte 250,000 Dollars f\u00fcr dem Platzk auf dem sie ihr Etablissement errichtete. In diesem Styl geht es bis auf die W\u00e4scherin herab, der man 1 Doll. f\u00fcr das Dutzend St\u00fcck bezahlt, sei es, eas es will, u. die Flickerl\u00f6hne sind so stark dass man hier zerbrockene Kleidungs..mit mehr Vorteil wegwirft als reparieren l\u00e4sst. H. Nicolet dr\u00fcckte den Wunsch aus, dass sich Schweizer od. Deutsche auf einer Benachbarten Plantage ansiedeln u. mit Gartenbau besch\u00e4ftigen m\u00f6chten. Die Gem\u00fcse sind so theuer, dass diess gewiss sehr ertr\u00e4glich sein m\u00fcsste u. der Eigenth\u00fcmer des Landes w\u00fcrde vorteilhafte Bedingungen machen; das Klima auf dem Lande soll auch nicht ungesund sein. Im wiefern ein solcher Zweck erreicht werden kann, u. ob es rathsam ist, demselben Aufmerksamkeit zu schenken, vermag ich nicht zu beurtheilen, doch scheint es mir dass das Klima mitten in den hiesigen S\u00fcmpfen immer gef\u00e4hrlich bleiben muss und mit grossem Verdienst ist auch wenig gewonnen, wenn das Ausgeben in gleichen Verh\u00e4ltnisse ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In unserem Wirtshause haben wir zwei Deutsche gefunden, die vor kurzem einen Ausflug nach Florida gemacht haben um zu erforschen wie sich das Land zur Niederlassung eignet; allein sie fanden meistens S\u00fcmpfe u. Sandboden, wenig gutes Land, u. im S\u00fcden, wo Letzteres h\u00e4ufiger sein soll, befinde sich Alles noch in einem ungeheuer wildem Zustand. Von Arkansas dagegen haben wir sehr gute Nachrichten. Die Auswanderung nach dieser Gegend ist jetzt in starkem Aufschwung, die Bewohner haben bereits die Zahl ereicht, dass sie das Verlangen beim Kongress stellen konnten, als Staaat in die Union aufgenommen zu werden. Man hegt hier die Ansicht, dass Arkansas binnen kurzem einer der bl\u00fchendsten Staaten des Innern werden m\u00f6chte; in wie weit er unsern Absichten entspricht, werden wir sehen.Wir hoffen k\u00fcnftigen Donnerstag abreisen zu k\u00f6nnen, vorher jedenfalls nicht, weil unsere W\u00e4sche erst bis Mittwoch Abend ferig wird. In der Hoffnung, Euch bald gute Nachrichten senden zu k\u00f6nnen, &#8230; ich diesen Brief, welcher m\u00f6rgen fr\u00fch von hier abgehen wird. Inzwischen viele, viele Gr\u00fcsse an Euch u. slle Bekannten mit dem Wunsche fortw\u00e4hrendens Wohlergehens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Euer .. Sohn u. Bruder G. Jaeger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>no. 2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 New Orleans\u00a0 1.Mai 1833 Wertest Eltern &#8230;&#8230;&#8230; Endlich &#8212;\u00a0\u00a0 meinen Lieben .. Nachricht .. Ankunft &#8230; mitteilen.\u00a0\u00a0 &#8230;dem wir vom 4. 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